Die Studierenden mit Matthias Wehrle und Ulrich Dahm-Wachsmann (v.l.) im Alno-Showroom.

Im Alno-Showroom in Pfullendorf präsentierte Ulrich Dahm-Wachsmann, Leiter der Designabteilung, den Holztechnik-Studenten die Küchen von Alno.

Wohlfühl-Atmosphäre: im „Loft“ des Vitra-Hauses werden Möbel von Vitra und Artek hautnah erlebbar.

Im Loft des Vitra-Hauses erlebte man einen von dem in London ansässigen Büro "Studioilse" entworfenen Wohnraum zweier fiktiver (deutsch-finnischer) Bewohner - gestaltet mit Möbeln von Vitra und Artek.

Studierende vor dem Vitra-Haus.

Architekturführung über den Vitra Campus in Weil am Rhein.

Die Bauten zahlreicher Architekten wurden besichtigt. Hier: Im Dome von Richard Buckminster Fuller

13.05.2014 - Besuch bei Vitra, Alno und der HfG Ulm

12 Studierende der Holztechnik des Moduls Designmanagement und Möbeldesign von Prof. Martin Beeh machten sich auf den langen Weg  in den  Süden Deutschlands zum Vorzeige-Möbelunternehmen Vitra, dem renommierten Küchenmöbelhersteller ALNO AG und dem Museum der ehemaligen HfG Ulm. Die zweitägige Exkursion bot den Studierenden die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern und aus ihrem bisherigen erlernten Wissen im Bereich Designmanagement, Möbeldesign und Möbelentwicklung viele neue Eindrücke, Anregungen und Erkenntnisse zu gewinnen.

Die von Prof. Martin Beeh und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Anna-Katharina Spielvogel (M.A.) organisierte Exkursion für die Studierenden startete in Lemgo im frühen Morgengrauen, denn auf der Agenda stand für die Sechstsemester ein umfangreiches und spannendes Programm. Die erste Station auf der Reise brachte die Gruppe zum eindrucksvollen Vitra Campus in Weil am Rhein. Dort wurde zuerst das Vitra Museum besucht, in dem die Ausstellung „Panorama“ des renommierten deutschen Designers Konstantin Grcic zu besichtigen war. Die Studierenden bekamen einen direkten Einblick in seine Arbeit, geprägt von facettenreichen und materialintelligenten Stuhl- und Möbellösungen. Die Entwicklung und der Prozess seiner Produktentwürfe, aber auch seiner Raumkonzepte und Rauminszenierungen für private und öffentliche Bereiche waren zu bestaunen und erlebbar gemacht.

Im  Anschluss an die Museumsrunde folgte die Architekturführung auf dem Vitra Campus. Das einzigartige Ensemble zeitgenössischer Architektur, welches die kommerziellen und kulturellen Aspekte des Schweizer Möbelherstellers Vitra vereint, bot den angehenden Holztechnikern eine Übersicht in die Bedeutung des Unternehmens und die Baukunst renommierter Architekten. Die Bauten wie z.B. das Designmuseum von Frank Gehry, der Konferenzpavillion von Tadao Ando oder das Feuerwehrhaus von Zaha Hadid  haben sich über Jahrzehnte zu einer zentralen „Pilgerstätte“ des internationalen Design- und Architekturtourismus entwickelt.
Zum Abschluss konnten die Studierenden im legendären Vitra-Haus, entworfen von den Baseler Architekten Herzog & de Meuron, die Ausstellung unterschiedlicher Vitra-Design-Klassiker und Inneneinrichtungen bestaunen.

Professor Beeh zu dem Besuch bei Vitra: „Mir ist es wichtig, dass die Studierenden erkennen, wie Vitra seine langfristige und breit angelegte Strategie des Markenauftrittes in perfekter Weise umsetzt und auf dem Vitra Campus zu einer alle Sinne erfassenden Erfahrung macht. Eines der besten designgetriebenden Beispiele von Markenentwicklung in der Möbelbranche.“ Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anna-Katharina Spielvogel ergänzt: „ Es war schön zu sehen, wie die Studierenden in den Gebäuden wie dem Vitra-Haus von Herzog & de Meuron die Marke Vitra intuitiv erlebten. Sie saßen sozusagen mitten in der „Erlebniswelt“, die Ausstellungsstücke wurden, wie es sich für Holztechniker gehört, natürlich auf Herz und Nieren untersucht, getestet und ausprobiert.“ 

Am zweiten Tag der Exkursion machte sich die Gruppe vom Übernachtungsort in Villingen (Schwarzwald) auf den Weg zum Küchenunternehmen ALNO AG in Pfullendorf. Dort wurden sie von Ulrich Dahm-Wachsmann, dem Leiter der Designabteilung, herzlich in Empfang genommen. Bei einer Führung durch den Showroom wurde das aktuelle Produktsortiment von Alno, wellmann, impuls und pino  dargestellt und die geschichtliche Entwicklung des Unternehmens präsentiert. Dabei konnten die Studierenden die gezeigten Küchendarstellungen ausprobieren und sich im Austausch mit Herrn Dahm-Wachsmann genau erklären lassen. Außerdem sammelten die angehenden Ingenieure wertvollen Input und Anregungen, die sie im Rahmen des „kitchen lab“-Projektes einer konzeptionellen Luxus-Kompaktküche unter der Leitung von Prof. Martin Beeh als Inspiration nutzen konnten.

Herr Dahm-Wachsmann war von dem Interesse und der Wissensgier der Lemgoer beeindruckt: „ Es freut uns, dass wir die weitgereisten Gäste aus Lemgo begrüßen durften. Wir wollen zeigen, was Alno kann, was Alno ausmacht und warum die Vielfalt in der deutschen Küchenmöbelindustrie so wichtig ist. Nur das integrierte und verständnisvolle Arbeiten zwischen Ingenieur, Designer, Innenarchitekt und des Marketingverantwortlichen ermöglicht ausgezeichnete Produkte, in perfekter Qualität und bester Gestaltung, für scharf umrissene Zielmärkte“.
Bei der ausführlichen Führung durch das Werk zeigte der ehemalige Lemgoer Holztechnikstudent und frühere Werksleiter Heinz Kropp den Gästen aus Lemgo alle relevanten Produktions-, Logistik- und Lagerstationen. Mit großem Interesse lernten die Studierenden die Bereiche der Betriebs- und Arbeitsorganisation, der holzindustriellen Fertigungseinrichtungen und der Oberflächen- und Beschichtungstechniken kennen und diskutierten fachkundig mit Herrn Kropp. Ein kleiner Snack im Alno-Showroom zur Stärkung nach der Werksführung bot die Gelegenheit zu weiterem Austausch.
Den Abschluss bildete ein Vortrag  von Marketingleiter Matthias Wehrle, in welchem er die Positionierung und neue Werbestrategien der Marke Alno erläuterte. Durch die Belegung des Fachs „Grundlagen des Marketing“ an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe war den Studierenden die Bedeutung des Marken-Managements wohl vertraut. Bei Alno konnte praxisnah erlebt werden, wie sich eine Marke bildet, positioniert, präsentiert und welchen Mehrwert und welche Außenwahrnehmung eine umfassende Designstrategie ermöglicht. Matthias Wehrle zur Markenstrategie der ALNO AG: „Innerhalb unseres Marken-und Produktportfolios ist entscheidend, dass sich jede einzelne Marke über ein eigenständiges Profil differenziert und sich an eine definierte Zielgruppe wendet. Das ermöglicht dem Fachhändler den Endverbraucher optimal zu betreuen, die jeweils passende Marke für die jeweiligen Kundenwünsche auszuwählen und deren Potenziale optimal zu nutzen.“

Auf dem Weg in die Heimat Lemgo war die letzte Station ein Besuch des Museums der HfG Ulm. Dort vermittelte die Mitarbeiterin des Museums, Frau Wachsmann, den Studierenden anschaulich die Geschichte und Entwicklung der Hochschule für Gestaltung. Anhand ausgewählter Ausstellungsstücke der Entwurfsarbeiten der ehemaligen HfG-Studenten und Professoren konnte erlebbar gemacht werden, welche Bedeutung die HfG Ulm für die 1950er und 1960er hatte und bis in die Gegenwart  immer noch hat. Arbeiten der berühmten „Ulmer“ Max Bill, Hans Gugelot und Otl Aicher wurden aus nächster Nähe bestaunt.

WEITBLICK

 

Messerückblick auf die imm cologne 2014

 

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Exkursion Studierende bekommen Einblick in die Praxis

 

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