Detmolder Studenten gestalten die Küche der Zukunft

Designwettbewerb an Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit Projektpartner Häcker Küchen gestartet

Detmold/Rödinghausen. Wie soll die Küche der Zukunft aussehen? Visionen für das Herz des Hauses entwickeln jetzt 25 Studierende des Fachbereiches Innenarchitektur in Kooperation mit Verantwortlichen des Unternehmens Häcker Küchen. Die Ergebnisse des Designwettbewerbs werden auf der internationalen Küchenmesse „Living Kitchen“ in Köln vom 14. bis zum 20. Januar 2013 präsentiert. Eine Expertenjury aus Wissenschaft und Industrie wird einen Gewinnerentwurf auswählen. Dieser wird dann im Maßstab 1:1 als Modell gebaut.

Das Projekt des Lehrgebietes für Designmanagement (Hochschule Ostwestfalen-Lippe) und des Küchenherstellers Häcker aus Rödinghausen (Kreis Herford) stellt große Anforderungen an die angehenden Innenarchitekten: Die von ihnen entworfenen Räume sollen hohe Aufenthaltsqualität und einen konkrete Mehrwert für den Menschen bringen. Berücksichtigt werden sollen zudem, wie sich der demographische Wandel in Deutschland und die damit verbundenen kulturellen Veränderungen auf die Küchenplanung auswirken.

„Die perfekt wirkenden Küchen im Katalog sind zu wenig für den Menschen gestaltet. Ich erwarte von den Arbeiten der Studierenden die Auseinandersetzung mit dem Raum der Küche als zentralem Ort des Lebens zuhause und dessen zukünftiger Bedeutung. Was bedeutet gesunde Ernährung, was bedeutet die Küche als kommunikativer Ort, wie können wir eine neue Kultur der Küche entwickeln? Das sind die Fragen, die mich in diesem Projekt vor allem bewegen: Wie kommen wir zu authentischen Küchenkonzepten, die nicht nur dem Status und der Repräsentation dienen und letztlich ein Klischee bedienen, sondern zu lebensbejahenden kommunikativen Räumen?“ sagt Prof. Eva Filter vom Studiengang Innenarchitektur der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.
Michael Dittberner, Leiter der Produktentwicklung der Häcker Küchen GmbH & Co. KG, hat das Projekt mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe angestoßen. Er ist gespannt auf die Ergebnisse: „Wie gehen zukünftige Innenarchitekten mit den Herausforderungen der Küche um? Wie können wir die industriellen Vorteile der Küchenproduktion „Made in Germany“ nutzen? Und was kann das Unternehmen Häcker Küchen von den Studierenden lernen?“

Außergewöhnliche Küchen gestalten

Außergewöhnliche Küchen erwartet Prof. i. V. Martin Beeh vom Lehrstuhl für Designmanagement. Er ist Leiter des Projektes „kitchen miles and more“, einem EU-geförderten Projekt zur Stärkung von Designmanagement in der Küchenmöbelindustrie. „Wenn man die aktuellen Design-Methoden wie Consumer Insight, markengerechte Gestaltung, perfekte Planung und Technologie zusammenführt, entstehen Küchen, die sich von der Masse abheben. Diese Alleinstellungsmerkmale wollen wir mit dem Projekt entwickeln und der Öffentlichkeit zur Diskussion stellen.“

Das Projekt kitchen miles and more unterstützt die Mitglieder der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile e.V. bei der Entwicklung des strategischen und operativen Design-managements. Zahlreiche Veranstaltungen wie Netzwerkabende, Fachseminare, ein Designmanagement-Symposium und der Auftritt auf der Küchenmesse Living Kitchen vervollständigen das dreijährige Forschungsprojekt.

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